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Alte Städte sind reich an repräsentativen Bauten, an prächtigen Kirchen und Klösterm, an Rathäusern, die vom Bürgerstolz früherer Jahrhunderte
künden, und reich auch an alten Bürgerhäusern. Die Geschichte unserer Städte endet jedoch nicht beim Straßenbelag unserer Straßen und Plätze.
Vieles, was uns schriftliche Urkunden und Chroniken der Stadtarchive, Stadtansichten, Tafelgemälde und Reisebeschreibungen über Entstehung und Schicksal alter
Städte und ihrer Bürger überliefert haben, existiert nicht mehr.
Reste davon haben sich im Boden erhalten. So ist es nur auf den ersten Blick verwunderlich, dass die anscheinend gut dokumentierte Stadtgeschichte auch noch
Sachinformationen und Sachhinweise braucht, wie sie nur die Archäologie, die Stadtarchäologie, liefern kann. Links im Bild sehen Sie den Bau F im Corputiusplan, Teil des damaligen Rathauses (Abb. 2 und 3).
In Duisburg wurden Spuren einer mittelalterlichen Pfalz durch Arbeiten für die Stadtbahn freigelegt. Für diesen bedeutenden Fund wurde die geplante
Tiefgarage aufgegeben. Dafür entstand ein archäologisches Freilichtmuseum im Stadtkern. Das Foto (Abb. 2) stammt aus dem Faltblatt F 16 herausgegeben vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz.
(Abb. 4) zeigt die guterhaltene Duisburger Stadtmauer auf dem Titelbild des DND.
Vor diesem Hintergrund wird die Bedeutsamkeit der Duisburger Königspfalz erst
richtig deutlich. Um so bedeutsamer dieses Baudenkmal ist, um so behutsamer muss aus städtebaulicher Sicht mit diesem Kulturgut umgegangen werden. Die
untere Dankmalbehörde spielt dabei eine Schlüsselrolle. Da die auf (Abb.1)
befindlichen Baureste der Königspfalz bereits ausgegraben und dokumentiert der Aufsichtsbehörde vorlagen, ist es ihre Pflicht bei städtebaulichen Maßnahmen planungsbestimmend aufzutreten.
Beim Bau des alten Sammlers nahm man damals Rücksicht auf die Funamente der Pfalz, so hätte man auch ohne weiteres den neuen Sammler an den alten Standort einbauen
können. Aus ingenieurtechnischer Sicht kann bei der Planung solcher Anlagen jede Lage in der Fläche positioniert werden. Wozu gibt es schließlich 120 Grad Bögen? Hier wurde also
ein bedeutendes Baudenkmal wegen 2 bis 3 Formstücke im Wert von einigen 100 EURO zerstört. Ein speziell beauftragter Archäologe konnte nur noch weitere Schäden verhindern und die am Mauerwerk entstandenen Schäden
dokumentieren. Rechts im Bild Dr. Günter Krause, links der beauftragte Archäologe (Abb.5) .
 Nur gut, dass die von Dr. Krause 1989 wissenschaftlich durchgeführte Pfalzgrabung durch viele Dias gut dokumentiert worden sind. Ein
Wissenschaftler handelt dadurch verantwortungsvoll, weil zukünftige Generationen sonst keine Chance mehr hätten unsere Vergangenheit zu rekonstruieren.
Es gibt Städte wie Mainz, da wurde vor kurzem im Stadtzentrum die Fundament
eines großen Tempels der Göttin Isis freigelegt. Da ein Einkaufszentrum an dieser Stelle geplant war, wurde der Tempel mit einem aufwendigen Verfahren
um 30 m versetzt. Das sollte auch ein Vorbild für andere Städte in Deutschland sein.
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