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Niederrheinische Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichtsforschung Duisburg e. V. |
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Heimatmuseum “Eiskeller” (Ausstelllungen, Besichtigungen)
Öffnungszeiten: März bis November, Sonntags von 11 - 17 Uhr
Kontakt: Heimatverein der Herrlichkeit Diersfordt e. V. Annelise Tyrolf
Tel.: 02859 355 und Renate Quast Tel.: 02859 375 Info: www.diersfordt.de Anreise: Schloß Diersfordt Am Schloß 3, 46487 Wesel
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Geschichte der Herrlichkeit Diersfordt.
Von der Burg zum Schloß |
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Wer diese alte Zeichnung von dem Landmesser Sehnheim
aus dem Erbenbuch von 1612 mit der Zeichnung unten, Zustand um 1800, und heute aufmerksam vergleicht, wird bemerken, dass die Lage der einzelnen Gebäude sich nicht verändert hat. Die Kirche (ab 1774) befindet sich zwischen Schloß (um 1800) und Porthaus (1432). Vor der Brücke stehen sich nun zwei Gebäude gegenüber, rechts die alte (Pferde)- Kornmühle, später Rentamt, links die ehemalige Ölmühle, der heutige
“Eiskeller”. Das Schloß entstand durch den Umbau der alten Burg. Die beiden spitzen Türme wurden abgetragen und mit geschweiften Hauben gedeckt. Die innere Zimmeraufteilung veränderte sich damit. Vor 1704 muß
der dritte große Turm hinter der Burg entfernt worden sein. Ferner wurden die Formen und Maße der Schloßgräben erweitert und begradigt, so dass links hinter dem Schloß der sogenannte “Schloßhof” (Bauernhof)
entstehen konnte. Diersfordt ist auch ein landwirtschaftlicher Betrieb mit großem Waldbesitz. Die Bewohner hätten anders nicht existieren können.
Der Weg in den Schloßbezirk führte bis 1928 nur über die Schloßbrücke. Als
das Schloß 1928 total abbrannte, entschloß man sich, einen großen Teil des Mauerschutts links hinter dem Schloßhof in den Graben zu kippen. Damit war zum ersten mal die Möglichkeit gegeben, mit größerem Gewicht aus
dem Schloßbezirk zu kommen, ohne über die Brücke fahren zu müssen, die aus dem Jahre 1868/69 stammt und deren Tragkraft etwa 12 to beträgt. Die Auflager wurden auf beiden Seiten im Laufe der Zeit erneuert.
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Der Schloßbezirkt Diersfordt um 1800 bis 1831, dem Todesjahr des Freiherrn Christoph Alexander von Wylich.
(Zeichnung: Bernd von Blomberg, Heimatverein Dierfordt)
Die
neue Schloßkirche war seit ein paar Jahren außen und innen fertig. Das Schloß befand sich in der Umbauphase. Beide Türme sind identisch mit den mittelalterlichen Türmen der oberen Zeichnung von 1612 bis auf Turmhelme und Fensteraufteilung. (Das mittelalterlich gemauerte Gewölbe unter dem vorderen Turm existiert heute noch)
Links hinter dem Schloß wurde ein neuer Wirtschaftshof (Schloßhof)
angelegt. Ein angestellter Verwalter bearbeitete die dazugehörigen Äcker und Weiden.
Die Gartenseite rechts mit der neuen Orangerie wurde umgestaltet. Der Teich
war schon vorhanden. Vor der Schloßbrücke, in der Mitte der Zeichnung, stehen die beiden ehemaligen Mühlen mit Göpelantrieb. Beide Mühlengebäude waren zu dieser Zeit schon leergeräumt und wurden als Lager für
Baumaterialien verwendet, denn im Jahre 1792 hatte der Freiherr die neue Diersfordter Galerie-Turmwindmühle erbauen lassen.
Am unteren Bildrand in der Mitte befindet sich das innere Tor zum Schloßpark.
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Oben sieht man zwei Ausschnitte aus Katasterkarten mit dem Schloßbezirk Diersfordt, links aus dem Jahre 1823, rechts von 1836 mit Ergänzungen von 1869. Der linke
Bildausschnitt ist insofern interessant, als er noch Gebäude zeigt, die in der Zeit etwa zwischen 1800 und 1831 abgerissen wurden, im rechten Bild sieht man vor allem das mittelalterliche Torhaus, “Porthaus”, dessen
Name im Laufe der Zeit auf das heute noch erhaltene Kornspeicherhaus von 1432 übergegangen ist. Man vergleiche die Zeichnung auch von 1612 oben!
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