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Bericht 2000

Niederrheinische Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichtsforschung Duisburg e. V.

Stadtarchaeologische Sammlung/Bodendenkmalpflege/Museum

Unsere besondere Aufmerksamkeit und Sorge galt wie im Jahr davor den stadtarchäologischen Sammlungen in den Rasthauskellern und dem Umgang mit den archäologischen Denkmälern im Stadtgebiet.

Stadtarchäologische Sammlungen

Die bauliche Sanierung der Rathauskeller konnte abgeschlossen und mit wenigen stundenweise tätigen Hilfskräften mit einer groben Ordnung der Materialien begonnen werden. Diese waren aus dem Außenlager in der Mußfeldstraße, wo sie notdürftig ausgelagert worden waren, wieder zum Teil ins Rathaus zurückgeführt worden. Da keinerlei Mittel für die Ausstattung der Kellerräume mit Regalen bereitgestellt wurden, mußte versucht werden, Regale andersweitig zu beschaffen, was im Stadtarchiv gelang. Aus dessen Beständen wurden uns 60 Regale überlassen. Es fehlten aber noch 12 weitere Regale, von denen bisher nur 5 angeschafft wurden. Aus diesem Grunde konnte die Rückführung der ausgelagerten Bestände in die Rathauskeller bisher nicht abgeschlossen werden. Jeden Monat muß für das Außenlager deshalb ein Mietvertrag aufgewendet werden, der etwa den Kosten für die noch fehlenden Regale entspricht. Im Außenlager wurde inzwischen auch Feuchtigkeit und Schimmel festgestellt, der das dort noch gelagerte Fundgut auch die Gesundheit derjenigen, die damit in Berührung kommen gefährtet.

Neben Dr. Krause gibt es weiterhin kein ständiges Personal für die Betreuung der Materialien aus der größten und bedeutendsten Altstadtgrabungen in Europa. Die Stelle eines Magazinverwalters, die bereits im letzten Jahr eingerichtet worden sein soll, ist immer noch nicht besetzt und auch lange geforderte und unbedingt notwendige AB-Maßnahmen, um den Verfall des Materials und der Dokumentation zu verhindern, fehlen weiterhin. Diese Vernachlässigung geschieht mit Absicht, um Dr. Krause zu beschäftigen und zu neutralisieren. Das Institut für Denkmalpflege beim Stadtplanungsamt, dem die stadtarchäologischen Materialien samt Dr. Krause zugeschlagen worden sind, verfügt über umfangreiche Mittel, die nicht dafür eingesetzt werden, obwohl es die gesetzliche Pflicht dieser Behörde ist, dafür zu sorgen, dass solche Sammlungen angemessen unterhalten und betreut werden. So beschränkt sich die Tätigkeit von Dr. Günter Krause und seinen Helfern weiterhin wie seit 1994 auf reine Schadensbegrenzung, die so nicht einmal zu leisten ist.

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